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My Blueberry Nights, Kar Wai Wong, HK/C/F 2007


 
ein beitrag von michael p. wagenhaeuser
 
28. Januar 2008
18:51 Uhr
 
1 kommentar

 

 

Elizabeth: So what’s wrong with the Blueberry Pie?
Jeremy: There’s nothing wrong with the Blueberry Pie, just people make other choices. You can’t blame the Blueberry Pie, it’s just… no one wants it.

Eine Heidelbeertörtenchendiskussion steht im also Zentrum des Films.

Leider weiß ich das philosophische Potential des seltsamen Dialogs nicht zu schätzen, ich kann aber diese Szene in die Handlung einordnen: Die hart arbeitende Elizabeth (auch gerne Betty, Beth oder Lizzy genannt) trifft, nachdem sie sich gerade von ihrem Freund getrennt hat, auf den eigenbrödlerischen Sunnyboy Jeremy. Dieser betreibt ein kleines Restaurant mit vielen bunten Lichtern in New York. Anstatt jedoch zu arbeiten, raucht Jeremy viel lieber selbstgedrehte Zigaretten und gibt den verkannten Philosophen. Seine Weisheiten über Schlüsselbunde und Törtchen beeindrucken die traurige Lizzy weit mehr als mich.

Analog verhält es sich mit den aufdringlichen Stilmitteln, die mir von der Leinwand entgegentreten: Unschärfe, Zeitlupen, Raffer, ruckelnde Bilder, Neonlichter, Fensterscheiben, nächtliche Großstadt. Hier mal die Nahaufnahme eines Kuchens, der mit Soße übergossen wird, und da plötzlich das Rattern einer Bahn, die an mir vorbei rast – ja doch, ich verstehe schon, dieser Film will als unangepasster Autorenfilm angesehen werden. Wirklich störend empfand ich die Montage der standpunktlosen Bilder. Der Betrachter scheint keinen Ort zu haben, jede Einstellung erfolgt aus einem anderen Blickwinkel. Zugegeben, dies kann man wirkungsvoll einsetzen, aber Stilmittel nur des Stilmittels wegen, naja.

Die seltsam schönen Stimmungsbilder dominieren dabei eindeutig die langweilige Handlung: Nachdem Jeremy die braunäugige Betty um den Finger gewickelt hat, beschließt diese »lieber den weiteren, als den kurzen Weg zu nehmen«. Was folgt ist eine langweilige Road-Movie-Heldenreise durch die USA, die nach einem Jahr, ohne Veränderung der Hauptfigur wieder in New York endet. Wie sie endet, ist von Anfang an klar: mit einem Kuss.

Hm, kitschig, schön anzuschauen, aber irgendwie langweilig – da war doch was. Ach ja! Wie konnte ich das vergessen: Norah Jones, Ms. Easy-Listening, spielt die hübsche Beth und liefert zugleich Teile der Filmmusik.

 

 

Idee einer Filmkritik zu I am Legend


 
ein beitrag von michael p. wagenhaeuser
 
27. Januar 2008
01:08 Uhr
 
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