film & tv rezensionen und empfehlungen 24/7

Filmkritik: The Reader – Der Vorleser


 
ein beitrag von laura x. trager
 
18. September 2011
14:10 Uhr
 
9 kommentare

 

 

Ich kann nicht verhindern, dass mir einige Tränen die Wange hinunter kullern – was aber weniger der Wucht der Bilder als der Exzellenz der Romanvorlage von »The Reader« (»Der Vorleser«) geschuldet ist. Bernhard Schlink gelang ein beeindruckender Roman, der feinfühlig das Nachkriegsdeutschland und seine Protagonisten bis in die 1990er Jahre zeichnet – traumatisiert, rebellisch, resigniert. Die filmische Nachinszenierung ist ordentlich, ja, aber auch nicht mehr.

Ein kleines Tränchen gilt dabei auch dem englischen Originalton. Außer der Hauptdarstellerin Kate Winslet springen dem deutschen Kinofan in fast allen Rollen bekannte deutsche Schauspieler entgegen. Der Film mutet an wie ein Wiedersehen mit alten Freunden – die sich jedoch, ihrer Muttersprache beraubt, seltsam fremd anfühlen. Schlimmer noch, auch die mir wohl bekannte und geliebte Romanvorlage und vor allem die Literaturklassiker, die darin eine tragende Rolle spielen, sind durch die englische Übersetzung kaum wieder zu erkennen.

Doch warum fühlt sich das so falsch an? Warum wünsche ich mir auf einmal, dass dieses Kleinod deutscher Nachkriegsliteratur ausschließlich den Deutschen, oder zumindest denjenigen, die es im deutschen Original verstehen können, gehören soll?

Der Film »The Reader« reiht sich ein in die seit kurzem losgetretene Welle der filmischen Aufarbeitung der deutschen (Nach-)kriegsgeschichte aus Hollywood – mit durchaus deutschem Standpunkt. Was ist der Auslöser für dieses plötzliche Interesse? Trotzig denke ich, dass es über dem großen Teich 60 Jahre lang niemanden interessiert hat, wie es um die deutsche Seele bestellt ist. Jetzt brauchen sie ihre Ignoranz auch nicht mehr abzulegen, denke ich, und schon gar nicht auf diese Weise – durch die Adaption sensibler politischer Themen in die Popkultur Hollywoods. Bei dem Gedanken an Popcorn fressende Amerikaner, die sich an der sexuellen Beziehung zwischen einem 16-jährigen und einer analphabetischen Kriegsverbrecherin aufgeilen, wird mir ganz schlecht …

Doch dann beruhige ich mich selbst. Späte Erkenntnis ist ja doch besser als gar keine, sage ich mir. Und der Film könnte schlimmer – ja überhaupt könnte alles viel schlimmer sein. Warten wir ab, wie es weitergeht. Ich werde sicherlich nicht vergessen, wie oft ich im Ausland mit Hitler identifiziert wurde, sobald ich meine deutsche Herkunft enthüllte. Aber vielleicht wird es meinen Kindern einmal besser gehen.

 

 

Die Hochzeit (TEST)


 
ein beitrag von Michael P. Wagenhaeuser
 
18. August 2011
14:05 Uhr
 
kommentieren

 

 

TESTEINTRAG: Der schönste Tag im Leben

Es ist für jedes Paar der schönste Tag im Leben: Die eigene Hochzeit. Viele Fragen und Probleme müssen vor der Hochzeit geklärt werden: Was zieht man an, wen lädt man ein und wo wird gefeiert? Da das Paar schon Wochen vor der Hochzeit mit vielen Dingen beschäftigt ist und die Feier ja zu einem riesen Erfolg werden soll, ist es gut, wenn man gute Freunde hat die einen Teil der Aufgaben übernehmen. Schließlich will man nur einmal im Leben heiraten und da soll dieser Tag ja auch perfekt verlaufen. Muster für die Einladung zur Hochzeit oder Einladungskarten zur Hochzeit finden Sie bestimmt online. Gestalten Sie sie selber nach einer originellen Vorlage – fertig.

Den Film selbst gestalten. Die Feier in Fotos festhalten.

Fotos von der eigenen Hochzeit sind nett, spiegeln aber nicht die Emotionen dieses wichtigen Tages wieder. Fotos haben auch den Nachteil dass sie nach einer gewissen Zeit verblassen.

Wenn Sie einen Film selbst gestalten kann das Ehepaar sich diesen Film immer und immer wieder anschauen und den Tag noch einmal Revue passieren lassen und sie können später ihren Kindern zeigen wie toll heiraten bei ihnen war. Und einen Film selbst gestalten ist kinderleicht. Erfahren Sie online wie einfach es ist Filme selbst gestalten zu können.

Stellen Sie Szenen aus den Filmen online und überraschen Sie so das Hochzeitspaar. Wann hat man schon einmal die Gelegenheit sich selber im Internet zu sehen? Dieses Geschenk wird das Paar ein Leben lang begleiten und Sie können sich immer an diesen wunderbaren Tag erinnern.

 

 

TV-Tipp Samstag, 25. Oktober 2008: Schindlers Liste


 
ein beitrag von Michael P. Wagenhaeuser
 
23. Oktober 2008
20:55 Uhr
 
2 kommentare

 

 


FKE {Filmkritikereinheiten}: ★★★★★★★★☆☆  8/10

Sendetermin: Samstag, 25. Oktober 2008, 20.15 Uhr – 23.30 Uhr, Das Vierte
Wiederholungstermin: –

Englischer Originaltitel: »Schindler’s List«, USA 1993, 194 Minuten;
Regie: Steven Spielberg; Hauptdarsteller: Liam Neeson, Ben Kingsley, Ralph Fiennes;

»Steven Spielbergs Holocaust-Film über den deutschen Juden-Retter Oskar Schindler bewegte die Menschen. Er entließ Besucher sprachlos und erschüttert, er rührte Verdrängtes und Tabuisiertes auf, entfachte Widerspruch und wurde ein anhaltender, großer Erfolg.« Spiegel Online

Rotten Tomatoes Wertung 96%IMDB Top-Movie #7 (Wertung 8.9)
Auszeichnungen: 7 Oscars (bester Film, beste Regie, bestes Szenenbild, bestes adaptiertes Drehbuch, bester Schnitt, beste Kamera, beste Musik), u.v.a.

 

 

TV-Tipp Dienstag, 21. Oktober 2008: About Schmidt


 
ein beitrag von Michael P. Wagenhaeuser
 
19. Oktober 2008
22:04 Uhr
 
1 kommentar

 

 


FKE {Filmkritikereinheiten}: ★★★★★☆☆☆☆☆  5/10

Sendetermin: Dienstag, 21. Oktober 2008, 20.15 Uhr – 22.40 Uhr, kabeleins
Wiederholungstermin: –

Englischer Originaltitel: »About Schmidt«, USA 2002, 115 Minuten;
Regie: Alexander Payne; Hauptdarsteller: Jack Nicholson, Kathy Bates;

»›About Schmidt‹ hat viele humorvolle Szenen. Aber der Film ist keine Komödie. Er zeigt die tragische Geschichte eines Mannes ohne Eigenschaften, ohne Positionierung, ohne Orientierung, wobei es Jack Nicholson – von dem man eine derartige Rolle nicht gewohnt ist – gelingt, diese Tragik nicht in strapaziöser Übertreibung aufgehen zu lassen. Der Humor nicht nur Nicholsons wirkt gerade in ›About Schmidt‹ als Korrektiv für die Tragik. Der Film lässt Dinge bewusst offen, etwa, ob die Beziehung zwischen Randall und Jeannie im gleichen Fahrwasser endet wie die Ehe ihres Vaters. Ein Film, von dessen Geschichte man lernen kann, ohne dass die Inszenierung lehrhaft wirken würde.« Ulrich Behrens

Rotten Tomatoes Wertung 85%IMDB Wertung 7.3

Filmkritiken: Michael Haberlander/artechock Johannes Schade

 

 

TV-Tipp Sonntag, 19. Oktober 2008: Scarface (NDR)


 
ein beitrag von Michael P. Wagenhaeuser
 
19. Oktober 2008
13:44 Uhr
 
6 kommentare

 

 


FKE {Filmkritikereinheiten}: ★★★★★★★☆☆☆  7/10

Sendetermin: Heute Abend, Mo., 20. Oktober 2008, 0.15 Uhr – 2.55 Uhr, NDR
Wiederholungstermin: –

Englischer Originaltitel: »Scarface«, USA 1983, 163 Minuten;
Regie: Brian De Palma; Screenplay: Oliver Stone;
Darsteller: Al Pacino, Michelle Pfeiffer, Steven Bauer;

»Miami, Frühjahr 1980. Im Zuge einer gigantischen Flüchtlingswelle kommt der Kubaner Tony Montana in die Vereinigten Staaten. Hier will er sich seinen Traum von Erfolg, Geld und Macht erfüllen.« NDR

»Der Film gehört zu den Meilensteinen des Gangsterfilms. Sein harter Realismus, die knackigen Bilder und eine Sprache der Straße, wie sie in früheren Filmen so nicht zu hören war, machen Scarface zum Klassiker, der in die Reihe überragender Genrefilme tritt …« H. Christian Haslecker

Rotten Tomatoes Wertung 87%IMDB Top-Movie #173 (Wertung 8.1)

Filmkritiken: nezblog Christoph Huber/filmzentrale

 

 

TV-Tipp Samstag, 18. Oktober 2008: 12 Monkeys (DasErste)


 
ein beitrag von Michael P. Wagenhaeuser
 
17. Oktober 2008
16:20 Uhr
 
1 kommentar

 

 


FKE {Filmkritikereinheiten}: ★★★★★★★☆☆☆  7/10

Sendetermin: Samstag, 18. Oktober 2008, 22.15 Uhr bis 0.20 Uhr, DasErste
Wiederholungstermin: –

Englischer Originaltitel: »Twelve Monkeys«, USA 1995, 129 Minuten;
Regie: Terry Gilliam; Darsteller: Bruce Willis, Madeleine Stowe, Brad Pitt;

»Wie bizarr 12 Monkeys auch sein mag, ich hoffe, es ist eine angemessene Reflexion unserer Wirklichkeit.« Terry Gilliam

Rotten Tomatoes Wertung 87%IMDB Top-Movie #184 (Wertung 8.1)

Filmkritiken: Max Herrmann/artechock.de Georg Seeßlen/filmzentrale

 

 

ältere beiträge