film & tv rezensionen und empfehlungen 24/7

TV-Tipp Samstag, 18. Oktober 2008: 12 Monkeys (DasErste)


 
ein beitrag von Michael P. Wagenhaeuser
 
17. Oktober 2008
16:20 Uhr
 
1 kommentar

 

 


FKE {Filmkritikereinheiten}: ★★★★★★★☆☆☆  7/10

Sendetermin: Samstag, 18. Oktober 2008, 22.15 Uhr bis 0.20 Uhr, DasErste
Wiederholungstermin: –

Englischer Originaltitel: »Twelve Monkeys«, USA 1995, 129 Minuten;
Regie: Terry Gilliam; Darsteller: Bruce Willis, Madeleine Stowe, Brad Pitt;

»Wie bizarr 12 Monkeys auch sein mag, ich hoffe, es ist eine angemessene Reflexion unserer Wirklichkeit.« Terry Gilliam

Rotten Tomatoes Wertung 87%IMDB Top-Movie #184 (Wertung 8.1)

Filmkritiken: Max Herrmann/artechock.de Georg Seeßlen/filmzentrale

 

 

Filmkritik: Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford


 
ein beitrag von michael p. wagenhaeuser
 
19. November 2007
23:33 Uhr
 
1 kommentar

 

 

Keine Helden, kein Showdown, aber ein Western.

Durch ein Fenster brechen die Sonnenstrahlen in ein warmes Zimmer. Ein stattlicher Mann sitzt in einem Schaukelstuhl und raucht genüsslich seine Zigarre. Kind und Frau sind anwesend – heile Welt.

Männer sitzen im sonnendurchfluteten Wald und essen Eintopf. Ihr Anführer, ein stattlicher Mann, der seine bisherigen 17 Morde nicht bereut, blinzelt.

In der Dunkelheit trifft die Bande die letzten Vorbereitungen für einen Zugüberfall. Als der Zug herandonnert, blendet das Licht der Scheinwerfer. Dampf steigt auf und im gleißenden Gegenlicht erscheint die Silhouette des Anführers Jesse James. Sein nächtliches Ich ist skrupellos: Er verprügelt einen Zug-Angestellten, bis dieser regungslos am Boden liegt.

Jesse James ist so gespalten wie Licht und Schatten und doch kann das Eine ohne dem Anderen nicht sein. Jesse James ist kein Stereotyp, er ist Gut und Böse, er ist Mensch.

Zu wissen, wovon der Film handelt und welchen Verlauf dieser nimmt, ist keine Kunst: »Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford«. Der »Verlust« des klassischen Spannungsbogens verstärkt andere Qualitäten: Zum einen der größere Einfluss der einzelnen Charaktere und zum anderen die Suspense: »Wann stirbt Jesse James endlich!?«
Der Film ist kein klassischer Western, bei dem der strahlende Held natürlich das Shootout gewinnt und »das Böse« aus der Stadt treibt. Es gibt keinen romantischen Ritt in den Sonnenuntergang, sondern Winter. Keine Tresenschlägereien, sondern Tränen. Keine Helden, sondern Getriebene.