film & tv rezensionen und empfehlungen 24/7

Casino Royale


 
ein beitrag von michael p. wagenhaeuser
 
1. August 2011
10:17 Uhr
 
1 kommentar

 

 

Nach einer langen Pause kehrte James Bond im Jahr 2006 mit neuem Hauptdarsteller zurück. Martin Campbell, der elf Jahre zuvor mit GoldenEye einen guten Bond-Film abgeliefert hat, wollte nicht mehr auf den alternden Pierce Brosnan setzen. Ersetzt wurde dieser durch den Briten Daniel Craig – ein Schachzug der aufging.

Obwohl es Anfang Februar 2006 von einigen Fangruppierungen zu Protestaktionen gegen den neuen Bond kam, gaben die früheren Darsteller dem Neuling Rückendeckung. Und ihr Vertrauen wurde nicht enttäuscht. Presse und Fans waren von Casino Royale und dem neuen Bond-Schauspieler begeistert. Laut dem Spiegel „verströmte Craig das brutal Animalische, über das Sean Connery in seinen ersten Bond-Auftritten verfügte“. Das Online-Filmmagazin Filmstarts urteilte folgendermaßen: „Casino Royale ist ein exzellenter, mitreißender, ja sogar richtig spannender Film mit einem hervorragend besetzten Hauptdarsteller in Hochform“ und gab dem Film 4.5 von fünf möglichen Sternen.

Doch worum geht es in Casino Royale eigentlich und warum der Titel? Dass es sich um Casino Spiele handeln wird, wird ebenso erwartet wie eine gehörige Portion Action und einen eiskalten Darsteller in Höchstform. Jene Form offenbart der Brite schon im Intro, in dem sein blutiger Weg zum Doppel-Null-Agenten skizziert wird. Zwei Morde sind nämlich notwendig, um an den Elitestatus des MI6 zu kommen.

Aller Anfang ist schwer

Seinen ersten Einsatz als 00-Agent hat der neue Bond allerdings in Madagaskar vermasselt. Nach einer gefühlten zehn minütigen Verfolgungsjagd durch die Elendsviertel und eine Großbaustadt von Madagaskar steht Daniel Craig letztlich vor einer Botschaft, die er hochjagt. Getrieben von seinem eigenen Ehrgeiz gelangt er letztlich an ein High-Stack-Turnier des Börsenspekulanten Le Chiffre. Aufgrund einer Fehlinvestition hat dieser zuvor das ganze Geld des Terrorchefs Steven Obanno an der Börse verloren. In dem Turnier geht es um das populäre Kartenspiel Poker, in dem Bond nach diversen Unterbrechungen und zwischenzeitlichem Bankrott gewinnt.

Spätestens nach dem spannenden Turnier sollten auch Gelegenheitsspieler Interesse am Glücksspiel bekommen haben. Eine Partie Online Roulette oder Video Poker sind beispielsweise im Internet im Europa Casino oder auf Bwin möglich.

Der Film schließt mit dem berühmten Satz „Mein Name ist Bond. James Bond“ nach 139 Minuten auf hohem Niveau ab. Nicht nur die Story des Films, sondern auch Daniel Craig konnte vollends überzeugen. Manch ein Fan wird mit Wehmut die Aussage des Briten aufgenommen haben, dass der dritte Bond im Jahr 2012 sein letzter werden wird. Aber vielleicht sollte das Kapitel James Bond mit einem gelungenem Finale auch irgendwann sein wohlverdientes Ende finden.

 

 

Ich liebe Kino


 
ein beitrag von fabian a. böttner
 
31. Januar 2009
00:45 Uhr
 
7 kommentare

 

 

Ich fand durch Zufall dieses Video, in welchem sich Deutschland ‘größter’ Showmaster unter anderem über Filmkritiker äußert. Ich lass das erstmal unkommentiert…


 

 

Die Berlinale 2009 auf filmundfernsehkritik.de


 
ein beitrag von Michael P. Wagenhaeuser
 
6. Januar 2009
15:28 Uhr
 
4 kommentare

 

 

Jetzt steht es fest: Ich werde hier Berichte zur Berlinale 2009 bloggen …

 

 

Kinoheft #4: Filmkritiken zur Berlinale 2008


 
ein beitrag von Michael P. Wagenhaeuser
 
20. Oktober 2008
18:24 Uhr
 
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filmkritiken der bauhaus-universität weimar

Das ›Filmkritik-Seminar‹ der Bauhaus-Universität Weimar veröffentlicht jährlich ein Heft mit gesammelten Filmkritiken zur Berlinale. Die diesjährige Ausgabe ›Kinoheft #4‹ gibt es hier als PDF oder für 2 Euro in gedruckter Form.

Besprochene Filme:
Shine a Light, Rusalka, A Jihad for Love, Am Ende kommen Touristen, CSNY – Déjà Vu, Musta Jää / Black Ice, Free Rainer, Chiko, Robin, Patti Smith – Dream of Life, Coupable, RR, Regarde-Moi, Be Like Others, Das Herz ist ein dunkler Wald, Tropa de Elite, Nirvana, Megane, Lady Jane, La Rabia, Tote Schwule – lebende Lesben, Transsiberian, Die Schwester der Königin, Hanami – Kirschblüten;

 

 

Filmkritik zu The Flicker – Tony Conrad, 1965 auf 16 mm


 
ein beitrag von knut s. spangenberg
 
27. Juni 2008
18:11 Uhr
 
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Gesehen auf dem Backup-Festival in Weimar (Einführung: Dr. Ute Holl)

Es erscheint eine Epilepsiewarnung, in der die Macher und Veranstalter alle Verantwortung für möglicherweise auftretende Folgeschäden von sich weisen. Dazu eine, wie mir scheint, betont harmlos und unverbindlich gestaltete Begleitmusik. Ein leicht mulmiges Gefühl setzt sich in meiner Magengegend fest. Ist das wirklich nur die Unsicherheit? Eigentlich reagiere ich nicht überempfindlich auf Stroboskopeffekte. Na ja, außer dieses eine Mal – unangenehme Erinnerungen kriechen wieder in mir hoch.

Dann fängt es an. Das Filmbild, eine weiße Fläche über die Artefakte hinwegtanzen. Pünktchen, Flecken und Kratzer lassen das Alter der Filmrolle erahnen. Da wird die gleißende Helligkeit für einen Sekundenbruchteil unterbrochen, oder war es nur mein eigener Lidschlag? Nein, da ist es wieder. Völlige Dunkelheit zerhackt den Lichtstrom immer häufiger, begleitet von einer Art oszillierendem Scheppern. Die Verhältnisse verschieben sich allmählich, Strahl wird zu Blitz. Synchron dazu ändert sich auch das Begleitgeräusch, oder ist es umgekehrt? Leitet diese Ansammlung sich überlagernder Sinuswellen das Licht an? Doch ich komme nicht mehr dazu, den Gedanken zu Ende zu führen.

Das Weiss pulsiert unablässig in den Zuschauerraum hinein. Dieses hochfrequente, gleißende Flackern hallt auf meiner Netzhaut wider, scheint mit seinem negativen Äquivalent zu interagieren – beides schaukelt sich gegenseitig hoch. Latente Flächen in Rot, Grün und Gelb machen partiellen Mustern platz, deren einzelne Elemente zwischen Kreis- und Rautenform changieren – und umgekehrt. Wenn sich die Frequenz ändert, folgen die optischen Erscheinungen nach. Es fällt mir zunehmend schwerer, das alles bewusst zu reflektieren und überhaupt habe ich gerade gar keine Lust darauf.

Die audiovisuellen Eindrücke ziehen mich vollends in ihren Bann. Meine Augen fixieren die Mitte dessen, was einmal die Leinwand war und fangen an zu brennen, weil ich immer öfter vergesse zu zwinkern.

Das mulmige Gefühl im Bauch ist schon längst einer angenehmen Wärme gewichen, dennoch ist dieses Seherlebnis alles andere als entspannend. Als würde man auf einem Musikfestival in unmittelbarer Nähe der Boxen feiern, mit dem Gesicht zu den Lautsprechern – es tut zwar weh, aber weggehen will man irgendwie auch nicht.

Nach einer halben Stunde bringt einen der Film wieder wohlbehalten dahin zurück, wo man herkam. Hui. Dieses Stück Zelluloid entledigt sich mit einem Schlag aller etablieren filmischen Konventionen. Reduziert auf seine essenziellen Elemente, schafft es Raum für die Wahrnehmung an sich, löst die eigentliche Leinwand auf und ist wiederum selbst Projektionsfläche für visuelle Eindrücke. Damit schafft es dieser Film auf einzigartige Weise, die illusorischen Qualitäten der eigenen optischen Wahrnehmung zu offenbaren. Er ermöglicht damit dem Zuschauer ein eigenes, ganz persönliches Sinneserlebnis – Kopfkino im besten Sinne.

Falls sich die seltene Gelegenheit bietet, dieses Machwerk im Kino zu erleben – unbedingt ansehen. Dazu ein Tipp der Dozentin, den ich hier auch weitergeben möchte: Möglichst unalkoholisiert rezipieren, dann schepperts mehr.