Der Dokumentarfilmer Khalid Gill entführt seine Zuschauer in sein Heimatland Pakistan und geht einem Geheimnis seiner Kindheit auf die Spur: Wer sind die geheimnisvollen tanzenden Wesen, genannt Khustras? Mit einfühlsamen Bildern und klug gestellten Fragen öffnet er die Türen zu einer fremden Welt.
In einem armen Land, muslimisch geprägt, leben die Khustras, transsexuelle Männer, in einer familialen Gemeinschaft. In der Gesellschaft hatten sie einst eine herausragende spirituelle Bedeutung, verdienten ihr Geld mit Segnungen und rituellen Tänzen. Heutzutage verlieren die Khustras immer mehr ihr Ansehen, sind immer öfter gezwungen, ihren Lebensunterhalten mit Prostitution zu bestreiten.
Feinfühlig und differenziert taucht Khalid Gill in das Umfeld und die Herzen dieser Menschen ein. Er portraitiert ihren Alltag, ihre Probleme, ihr Schicksal und ihre intimsten Sehnsüchte. Die äußerst reflektierten Protagonistinnen gewähren tiefe Einblicke, in ihre Vergangenheit, Gegenwart und offenbaren ihre Zukunftsängste bzw. -träume.
Das Thema des Films und die dramaturgische Herangehensweise des Regisseurs entschädigen vielfach für die teilweise recht erbärmliche Bild- und Tonqualität. Durch und durch sehenswert.





