Ganz schön viel Product-Placement – das sollte ich definitiv in meine Filmkritik schreiben. Der Streifen beginnt sogar mit einem blank polierten Mustang Shelby GT 500, der ausgiebig, aus allen Blickwinkeln, für gefühlte drei Minuten präsentiert wird und schließlich nie mehr auftaucht. Zudem stammen alle anderen Autos ebenfalls aus dem Ford-Konzern – ich möchte nicht wissen, was das gekostet hat. Ach ja, und dann waren da ja auch noch die ganzen Apple-Produkte. Eigentlich ist dies für die Handlung nebensächlich, aber ich sollte es in meiner Filmkritik erwähnen. Product-Placement nervt, es reist mich immer aus dem Film.
Was sollte noch in die Filmkritik? Sicherlich eine kurze Angabe zur dürftigen Handlung: Der wohl letzte Überlebenden einer Epidemie in New York muss sich mit seinem Hund gegen unendlich viele Zombies verteidigen und gleichzeitig die Menschheit retten. Da kommt die Kombination aus Wissenschaftler und Soldat in Person von Will Smith gerade recht. Eigentlich hasse ich solche Storys, aber Herr Wendler sagt, dass man versuchen sollte, jeden Film zu mögen. Also gut, versuche ich das mal in meiner Filmkritik.
Sehr beeindruckend war der kräftige Sound im Kino – die Bässe spürte man deutlich am Körper. Kino ist in dieser Hinsicht unschlagbar. Nur wie drücke ich diese Begeisterung in meiner Kritik aus, also wie setze ich Ton in Schrift um? Alles nicht so einfach. Was ich auch noch erwähnen sollte, sind die Special-Effects – sehr detaillierte Zombies – Respekt. Aber will ich so etwas sehen? Was möchte mir dieser Film eigentlich vermitteln? Er macht keinen Spaß, ist kaum spannend und mein Gehirn schaltet sich ab. Das einzige Element, dass bei mir wirkt, ist der Schreck, da toppt »I am Legend« manchen Möchtegern-Horror-Streifen.
Mal sehen, was könnte man noch als positiv bezeichnen? Das Ende vielleicht: Es hat mich überrascht. Na gut, meine filmbeflissenen Freunde fanden‘s eher langweilig – ich sollte meine Überraschung wohl nicht erwähnen, ich will ja nicht als Trottel dastehen.





